Resilienz- und Gesundheitstraining

Selbstfürsorge – Stressbewältigung – Lebensfreude

mit Sybille Schmitz

Eine Woche zum Auftanken, Regenerieren und sich selbst in Achtsamkeit begegnen.

Was ist Resilienz?

Ausgangslage

Zielsetzung des Resilienz- und Gesundheitstrainings

Inhalte des Trainings

Die Trainingsbausteine im Überblick

Gut Helmeringen

Kosten für Unterbringung und Training

Hinweis für Arbeitgeber, Firmen und Unternehmen

 

Was ist Resilienz

Resilienz ist eine Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Krisen, die in der eigenen Lebensgeschichte gewachsen und verwurzelt ist, und mit jeder neuen Erfahrung und jeder neuen Herausforderung weiter wächst und gestärkt wird. Voraussetzung für eine gut ausgeprägte Resilienz ist, dass wir im wertschätzenden Kontakt mit uns selbst bleiben (Selbstwahrnehmung), unsere Ressourcen kennen und nutzen, unsere Grenzen kennen und ziehen und unsere Fähigkeit zur Entspannung, zur Achtsamkeit, zur wertschätzenden Kommunikation und zur Selbstfürsorge trainieren. 

Resilienz setzt sich zusammen aus einer inneren Stabilität (Selbstvertrauen, Optimismus, Akzeptanz), Flexibilität (Lösungsorientierung, Selbststeuerung, Zukunft gestalten, Verantwortung übernehmen) im Umgang mit ungewohnten oder herausfordernden (Stress)Situationen und aus den Ressourcen, die einem Menschen zur Verfügung stehen (Netzwerkorientierung, Beziehungen pflegen und gestalten).


 

Ausgangslage

Die Ausgangslage – Stress in unserer modernen (westlichen) Lebensweise

 

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die sich in den vergangenen zwanzig Jahren auf so rasante und komplexe, vielschichtige Art und Weise verändert hat, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Nicht nur die Arbeitswelt stellt sehr hohe und vielfach neue, ungewohnte Anforderungen an den Einzelnen, auch die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Gestaltung des Privat- und Freizeitlebens ist in vielerlei Hinsicht komplexer, anspruchsvoller und unübersichtlicher geworden.

Ein längst nicht mehr erfassbares Überangebot an Konsumgütern, Dienstleistungen, Freizeitangeboten, sowie beruflichen und persönlichen Möglichkeiten bietet einerseits ein nie gekanntes Ausmaß an Chancen und persönlichen Freiheiten, andererseits entsteht eine Wertevielfalt, die in vielen Situationen zur konfusen Wertebeliebigkeit wird und den Einzelnen sowohl unter „Individualisierungsdruck“ (Wer bin ich? Was macht mich einzigartig? Was erwarten andere von mir? Werde ich den Erwartungen gerecht? etc.) setzt, als auch unter „Selbstoptimierungsdruck“ („Wie kann ich „Das Beste“ aus mir herausholen?“, „Wie kann ich noch besser sein?“, etc.) setzt.

Arbeitsprozesse verändern sich schneller, als wir nacharbeiten können, Zwischenergebnisse werden aufgrund von Arbeitsverdichtung nicht mehr ausreichend gewürdigt oder verlieren durch Umstrukturierungen/Neubewertungen von gestern auf heute ihren Wert oder ihren Sinn. Projektziele müssen plötzlich völlig neu definiert werden, weil sich sämtliche Eckdaten der ursprünglichen Projektplanung selbst überholt haben. Die Verteilung von Rollen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten am Arbeitsplatz muss mitunter immer wieder neu definiert und gefunden werden: Wer führt? Wer fügt sich ein? Wer hat das fachliche Know How? Wer hat die Entscheidungskompetenz? Wie verlaufen die Kommunikationswege? Welche rechtlichen Vorgaben müssen berücksichtigt werden? etc. All das muss heutzutage an den meisten Arbeitsplätzen immer wieder neu geklärt und angepasst werden.

Durch die digitalen Kommunikationsmedien entstehen zwischen uns viele „Dialog-Fetzen“ und „Dialog-Fragmente“, die nicht mehr zu vollständigen, in sich abgeschlossenen Gesprächen zusammengefügt werden, weil wir zu viele Informationen und Reize in immer kürzeren Zeitfenstern zu verarbeiten versuchen.

Das alles hinterlässt Spuren und letztlich auch Symptome in unserem Gefühlserleben, auf körperlicher Ebene, in unserer Selbstwahrnehmung, in unserem Empfinden von (Lebens)Sinn, und in unserem Verhalten.

Viele von uns sind mittlerweile auf ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Flexibilität auf fachlicher, kognitiver, sozialer und emotionaler Ebene angewiesen, um den Eindruck: „Ich komme (noch) mit!“ oder „Mein Bemühen und mein Engagement hat (noch) einen Sinn!“ aufrechterhalten zu können. „Situationsflexibilität“ oder auch „Veränderungskompetenz“ sind Begriffe, die diese enorme Anpassungsleistung des Einzelnen beschreiben.

Mehr denn je brauchen wir das Gefühl von innerem Halt, den wir in uns selbst, in unserem sozialen Umfeld und auch in der Tätigkeit, die wir ausüben, finden wollen. Gleichzeitig dürfen und können wir uns nicht versteifen, weil die rasante Veränderung rund um uns herum ständig passiert ohne Rücksicht auf Verluste. 

Hier passt die Metapher des Bambusrohres als Bild für Resilienz sehr gut:

Bambus ist eine Pflanze, die gut verwurzelt Halt in der Erde findet, eine große innere Stabilität aufweist, sich biegen aber nicht brechen lässt und im Wind hin und her schwankt ohne den inneren Halt zu verlieren.

Resilienz ist eine Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Krisen, die in der eigenen Lebensgeschichte gewachsen und verwurzelt ist, und mit jeder neuen Erfahrung und jeder neuen Herausforderung weiter wächst und gestärkt wird. Voraussetzung für eine gut ausgeprägte Resilienz ist, dass wir im wertschätzenden Kontakt mit uns selbst bleiben (Selbstwahrnehmung), unsere Ressourcen kennen und nutzen, unsere Grenzen kennen und ziehen und unsere Fähigkeit zur Entspannung, zur Achtsamkeit und zur Selbstfürsorge trainieren.


 

Zielsetzung des Resilienz- und Gesundheitstrainings

Zur Ruhe kommen, Kraft tanken, Selbsterkenntnis gewinnen, die Entstehung von Stress und die eigenen Reaktionen darauf besser verstehen, in einen wertschätzenden und stärkenden Austausch mit anderen treten, Methoden der Stressbewältigung in einem entspannten Umfeld erproben…

 …all das sind wesentliche Ziele dieser Resilienz- und Gesundheitswoche.

Im Überblick dargestellt lassen sich folgende Ziele formulieren:

  • Stärkung der Selbstfürsorge, auf sich selbst besser achten

  • Erproben von Stressbewältigungsstrategien, Stresserleben und Stressreaktionen besser verstehen und bewältigen

  • Lebensfreude feiern und stärken


 

Inhalte des Trainings

Auf Gut Helmeringen erwartet Dich ein sorgfältig strukturiertes und sinnvoll aufeinander aufbauendes Resilienz- und Gesundheitstraining.

In anschaulichen, gut nachvollziehbaren Theorie-Inputs erfährst Du neueste Erkenntnisse aus der Resilienz- und Stressforschung (Neurobiologie, Psychosomatik, u. a.) und erhältst zu jedem dieser Wissensbausteine praktische Übungen für Deinen Alltag.

Wir üben ganz praktisch Methoden zur Stressbewältigung, zur Entspannung, zur wertschätzenden klaren Kommunikation und zur Achtsamkeit und Du erhältst mehrfach die Gelegenheit zur Selbstreflexion und zur Verarbeitung der neuen Erfahrungen. Austausch zu zweit oder in Kleingruppen gibt Dir die Möglichkeit, Deine Erkenntnisse aus dem Training zu sortieren und einzuordnen. Wir nutzen die wunderschöne Natur rund um den Gutshof, um die Entspannung zu intensivieren und die seelischen Bedürfnisse zu stärken. Du erhältst Anleitung, um die Erkenntnisse und Erfahrungen während der Woche schriftlich festzuhalten und auf diese Weise ein individuelles Trainingsprogramm für Deinen Alltag zusammenzustellen.


 

Die Trainingsbausteine im Überblick

 

Erster Abend

(04. August 2019)

 

  • Ankommen
  • erste Achtsamkeitsübungen
  • einen guten Start als Gruppe finden

 

Tag 1

Die Psychische Basis

Bewusstseinskompass (nach Wellensiek),

Selbstbewusstsein

Eigene Bedürfnisse und Gefühle

Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen

Methoden zur Selbstreflexion, Tagebuch

Austausch zu zweit und in der Gruppe

 

Tag 2

Stressbewältigung

Was ist Stress? Wie entsteht Stress?

Persönliche Stressquellen bzw. Stressoren

Stressbewältigungsstrategien

Achtsamkeits-/Wahrnehmungsübungen

Methoden zur Selbstreflexion, Tagebuch

Austausch zu zweit und in der Gruppe

Abends: In die Nacht hinein gehen (Wanderung)

 

Tag 3

Was mich stark macht!

Persönliche Ressourcen und Kraftquellen

Innere Erlauber, gute Gedanken und Kraftsätze

Die sieben Säulen der Resilienz

Passende Achtsamkeitsübungen

Methoden zur Selbststärkung, Tagebuch

Austausch zu zweit und in der Gruppe

 

Tag 4

Achtsamkeit, Präsenz und Durchbrechen von Mustern

Frühmorgens: Den Sonnenaufgang begrüßen (Wanderung)

Klare, wertschätzende und eindeutige Kommunikation:

Aktives Zuhören, Delegieren, Nein sagen

Ich-Botschaften formulieren

Achtsamkeitsübungen

Übungen zu zweit und in Kleingruppen

Austausch in der Gruppe

 

Tag 5

Ich gestalte mein Leben!

Erfahrung mit Naturmaterialien

Selbstreflexion und Neuausrichtung

Erste nächste Schritte nach dem Training

Abschluss in der Gruppe, Abschiedsritual

Ausklang und Aufbruchsstimmung

 

Hinweis: Die genauen Inhalte und der Aufbau des Trainings wird im August 2019 an die dann zusammengesetzte Gruppe der Teilnehmenden angepasst und abgestimmt! Die Tabelle oben ist als Grobkonzept und Orientierungshilfe gedacht.


 

Kosten für Unterbringung und Training:

Resilienz- und Gesundheitstraining vom 04. bis zum 09. August 2019 

Teilnahmegebühr 

600,- €

   

Kosten für vegetarische Vollpension und Unterbringung

www.gut-helmeringen.de/preise/

 


 

Neues Fachbuch

Seit Februar 2018 im Handel erhältlich

Fotokarten für die Praxis: